Lokale Nähtreffen

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Virtuelle Treffen und Austausch ist wichtig, aber es ersetzt niemals das persönliche Treffen, das Gespräch und vor allem das gemeinsame Nähen. Wer von euch schon einmal einen Kurs besucht hat oder mit seinen Instagram- oder Blogger-Freunden eine Messe besucht hat weiß, was für ein Motivationsschub solche Treffen einem geben.

Aber wir haben natürlich alle noch ein Leben neben dem Hobby – Partner, Kinder, Familie, Job, Freunde, Haus, Garten – da bleibt je nach aktueller Lebensphase manchmal kaum genug Zeit um überhaupt mal an die Nähmaschine zu kommen. Ein ganzes Wochenende für ein Retreat zu opfern oder das Geld für eine lange Anreise zu einem Kurs aufzubringen sind da ganz reale Hürden.

Ein oder zwei feste Nachmittage oder Abende im Monat oder ein Tag im Quartal – das klingt doch schon viel überwindbarer, oder? Und deswegen wollen wir euch ein paar Ideen geben wie man in seiner direkten Umgebung solche Treffen finden und auch einfach selber organisieren kann.

Stoffgeschäfte

Fast jeder Stoffladen bietet mittlerweile Kurse oder offene Nähtreffen an. Zugegebenermaßen herrscht momentan der Jersey vor und wenn Kurse angeboten werden, dreht es sich auf häufig um Baby- oder Kinderkleidung. Nicht jeder von uns hat das Glück ein Laden wie quilt et Textilkunst (München), Die Quiltmanufaktur (Frankfurt) oder Quilt Inspiration (Hannover) vor der Tür zu haben.

Aber vielleicht entdeckt ihr in den Programmen ja einen Kurs für Kosmetiktäschchen oder Turnbeutel. Selbst wenn ihr dort nichts Neues lernt oder keine anderen Quilter trefft, so lernt ihr doch Menschen mit dem gleichen Interessen kennen. Und wer weiß – vielleicht könnt ihr ja bei einem offenen Nähtreffen jemanden mit dem Quilt und Patchwork-Virus anstecken?

Nicht zu vergessen sind zwei gute alte Bekannte: die Volkshochschule und die Familienbildungsstätten. Auch hier gilt: Es mag keinen Kurs für modernes Quilten geben, aber vielleicht ja einen für Taschen oder das erste eigene Kleidungsstück. In jedem Fall kommt ihr regelmäßig und ungestört zum Nähen und findet vielleicht ein paar Gleichgesinnte.

Selbst ist die Quilterin

Warum bietet ihr nicht selber einen Kurs an? Das muss kein 8 Wochen dauernder, detailliert ausgearbeiteter wöchtentlicher Kurs sein. Eine Projekttasche aus Vinyl, ein gequilteter Kopfkissenbezug, ein Tischläufer – irgendetwas, was man an ein bis zwei Terminen gemeinsam nähen kann und ihr zeigt einfach, wie ihr es macht und die anderen nähen mit. Traut euch! Ihr könnt und wisst bestimmt mehr als ihr glaubt! Oder habt ihr schon einmal einen Quilt verschenkt und mit dem oder der Beschenkten eine fachliche Diskussion über das Füllmaterial oder das richtige Garn geführt? Eben…

Sprecht einen Stoffladen in eurer Nähe an, zeigt Fotos von euren Kreationen und fragt einfach mal nach. Mehr als „Nein“ können sie nicht sagen 🙂

Raus aus dem Internet – Rein ins wahre Leben!

Vielleicht kennt ihr virtuell schon ein paar Näh-Freunde aus eurer Umgebung, aber irgendwie kommt man im realen Leben nicht zusammen. Schreibt sie an! Ja: einfach so! Ich habe noch keinen Quilter getroffen, der sich nicht über einen Kontakt mit einem Gleichgesinnten freut. Einer muss immer den ersten Schritt machen – warum nicht Du?

Schaut euch in eurer direkten Umgebung nach Räumen um. Häufig kann man bei Kirchengemeinden den Gemeindesaal oder ähnliches preiswert anmieten. Die Kosten werden per Umlage auf die Gruppe aufgeteilt. Jeder bringt seine Maschine mit, ein oder zwei Bügeleisen und vielleicht eine große Schneidematte. Kaffeemaschine, Kekse und Kuchen nicht vergessen und schon habt ihr euer Näh-Treffen!

Traut euch!

Gemeinschaft funktioniert durch Austausch und Offenheit aber meistens muss einer den ersten Schritt machen. Also: Traut euch!

Traut euch vermeintlich „fremde“ Online-Freunde anzuschreiben.

Traut euch zu offenen Näh-Treffen zu fahren.

Traut euch die Inhaber eurer Stoffläden anzusprechen, von eurer Online-Präsenz zu erzählen.

Traut euch, es selbst in die Hand zu nehmen!

Und dann erzählt es weiter und vergrößert so ganz automatisch eure Gemeinschaft!

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Eine Antwort

  1. Ja, genauso geht’s 🙂

    PS: Wer aus der Hamburger Ecke interessiert ist, kann sich gerne bei mir melden – wir haben schon ein monatliches Treffen.

    xo Melanie

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